Donnerstag, 5. April 2018

Muffensausen

In zwei Monaten geht es los, habe ich mal so langsam realisiert.

Körperlich fit fühle ich mich eigentlich noch bei weitem nicht - normalerweise komme ich immer sehr stark aus der Wintersaison, doch heuer wurde final am Haus gebaut und gesiedelt und eingerichtet und und und ... und es blieb einfach kaum Zeit für Sport. Das tut richtig weh, wenn man daran denkt wie fit man im Herbst noch war. Aber so ist das nun einmal, kann man nachträglich nicht mehr ändern und es hilft nichts sich über vergossene Milch zu beklagen.



So ging es also Ende Februar langsam wieder los mit dem moderaten Lauftraining - über 10 km habe ich mich immer noch nicht hinausgetraut, da doch das Läuferknie an jeder Ecke lauert wenn man gleich am Anfang das Pensum zu schnell erhöht ohne das andere gefestigt zu haben. Ich war aber nicht nur laufen, auch eine Rennradtour ging sich schon aus, sowie eine kleine Klettertour auf die Hohe Wand. Wobei der Schwierigkeitsgrad auch bewusst sehr moderat gewählt wurde, man ist doch meist etwas eingerostet nach dem Winter und wenn man plötzlich vorm Fels steht und sich denkt, oh mein Gott wo sind da die Griffe und Tritte versteckt.



Nebenbei und wie schon den gesamten Winter mache ich einmal die Woche Yoga und seit Jänner auch Rückenschule. Weniger regelmäßig mache ich auch zu Hause Stabi und Kräftigungsübungen.

Mein erstes Ziel heuer ist der Vienna City Marathon - haha nicht der ganze, auch nicht der halbe sondern nur ein Stückchen ... und zwar die ersten 15 km im Rahmen der Staffel. Freunde haben mich gefragt ob ich wieder dabei wäre und ich sagte zu, ich dachte mir das ist recht nett, mal wieder Wettkampfluft zu schnuppern und auch gleichzeitig sein Level auszuloten.

Aber ich bin ja nicht nur noch nicht physisch bereit dazu, sondern auch Ausstattungsmäßig fehlen mir noch ein paar Kleinigkeiten wie der Rucksack, Wasserfilter, Zeltunterlage, Gamaschen, kleines leichtes Handtuch usw. Aber da weiß ich schon alles was mir noch fehlt und ich werde auch alsbald auf den Bestellknopf drücken - dann muss es nur noch die liebe Post vorbeibringen und ich dann auch brav probetragen und vor allem auch Tarp probeaufbauen und auch probeschlafen.



Ende April geht es nach Arco (Lago die Garda) zum klettern und am Campingplatz möchte ich das mal ausprobieren - ich weiß ist ein geschützter Rahmen, aber Test ist Test - Testverhältnisse haben bekanntlich selten was mit der Realität zu tun, aber irgendwo muss man mal anfangen.

Der nächste Punkt auf meiner imaginären To Do Liste ist probekochen. Ich habe mal eine Liste an möglichen Mahlzeiten erstellt die ich mir während der Tour kochen kann - ich habe ja nur einen kleinen Esbit Kocher mit, richtiges Kochen funktioniert da nicht wirklich, aber es gibt einige (Pseudo)Getreidearten/formen wie Grieß und Quinoa die man nur im heißen Wasser quellen lässt und nicht wirklich kocht.

Wie ihr hier liest ist noch einiges zu tun und die Zeit rennt, zusammengefasst:
  • Restliche Ausrüstung bestellen
  • Ausrüstung ausprobieren
    • Rucksack Probepacken (+ Probe tragen auf Touren)
    • Tarp in verschiedenen Variationen aufbauen (+ Probe schlafen)
    • Schlafsack und Iso Matte aufbauen und probe schlafen
    • Verschiedene Gerichte mit dem Esbit Kocher zubereiten
  • Training, Training, Training um der Herausforderung körperlich gewachsen zu sein
  • Mentales Training um auf verschiedene Szenarien vorbereitet zu sein
  • Besondere Inhalte der Tour herausschreiben (Wasserquellen/brunnen, besonderes Naturdenkmal, Hütten Telefonnummern, Besonderheiten im Wegverlauf, etc.)
  • Powerbank mit Handy/Kamera ausprobieren
  • und noch ein paar Kleinigkeiten...
Alles Liebe,
eure Anna

Dienstag, 27. März 2018

Tagesetappen Fein Tuning - Beispieletappe

Wie versprochen führe ich hier eine Beispieletappe an. Meine dritte Tagesetappe - nach zwei gemütlichen Tagen kommt die "Hammeretappe" im Teil 1.

Der Blogpost kommt leider eine Woche zu spät, aber letzte Woche genoss ich einen wunderbaren viel zu kurzen Skiurlaub im Gasteinertal.

Die Überlegung  hinter der Etappe.

Nach den Führern des Nordalpenweges sind es zwei Tagesetappen um vom Weichtalhaus über die Rax zum Schneealpehaus zu kommen. Das war mir zu lang - ich wollte das Ganze auf eine Tagesetappe zusammenkürzen.

alpenvereinaktiv.com


Ich gab einfach beide (Weichtalhaus, Schneealpenhaus) Hütten als je einen Endpunkt bei alpenvereinaktiv ein und sah mir an welchen Wegvorschlag mir gegeben wird und ob dieser auch realistisch ist - man darf nie die Vorschläge auf den Plattformen für bare Münze nehmen, dass diese 1:1 umsetzbar sind.

Der Check ergab folgende Anteile aus in der Datenbank existierende Routen:

(1) Über den Rudolfsteig zum Habsburghaus.
(2) Vom Habsburghaus über den Zikafahnlgraben und Kaisersteig bis zur Forststraße nach Hinternasswald.
(3) Über den Nasskamm zum Schneealpenhaus

oder als Alternative:
(4) über den zahmen Gamsecksteig vom Habsburghaus zum Schneealpenhaus
(5) Zahmes Gamseck im Detail

Die einzige unbekannte Komponente ist der Weg vom Forstweg auf den Nasskamm hinauf. Es scheint, dass der Weg über einen Rücken in 1,2 km 363 Höhenmeter einen Rücken hinaufgeht.

alpenvereinaktiv.com
Weiters ergab die Recherche auf den Homepages der Hütten, dass man vom Habsburghaus 5h30min zum Schneealpenhaus benötigt. Das alles bedeutet, auch wenn alpenvereinaktiv 8,32 h angibt für diese Tour man eher mit guten 10h ohne Pause rechnen muss.

Mit der dazugehörigen Anzahl an Höhenmetern eine durchaus anspruchsvolle Tagestour, allerdings find ich die Aufteilung sehr gut, gleich in der Früh geht es sehr knackig 1500hm nach oben, dann entweder eben oder bergab und dann nocheinmal 800hm bevor es wieder eben am Plateau entlang geht. Das Ganze noch mit dem Luxus mit mehreren Hütten am Weg, immer kurz nach dem vertical up.

alpenvereinaktiv.com
 
Bei Version (4) (inkl. (5) )sieht man auch eine andere Variante - wahrscheinlich die auf der Homepage gemeinte - wo man einen versicherten Steig passiert. Daher auch besonders reizvoll, allerdings noch zwei Punkte:
a. Versicherte Steige bergab machen eigentlich nie Spaß
b. Wenn es regnerisch ist oder sogar ein Gewitter naht ist das Eisen auch keine gute Wahl.

Ich werde die Wegwahl daher davon abhängig machen wie das Wetter ist, nach der Tagesverfassung und Motivation. Mein geheimes Tagesziel ist sowieso nicht das Schneealpenhaus sondern die Kutatschhütte (30-45min weiter), eine Unterstandshütte zum biwakieren. Ist natürlich schwer zu sagen wie ich nach 2300hm noch motiviert bin eine halbe Stunde weiterzuwandern und um statt in einer feinen warmen Hütte in einem Notunterstand zu nächtigen.



Aber das ist eine andere Geschichte - welche ich euch ab Anfang Juni erzählen kann.

Alles Liebe
Anna

Dienstag, 13. März 2018

Detailplanung der Etappen

Mein Freund sagt ja immer, ich plane alles immer so generalstabsmäßig - da steht schon im Zeitplan drin wann Klopause ist. Nein so schlimm ist es nicht, aber ich bin halt gern vorbereitet wenn es nicht so nach Plan klappt. Ich bin ja keiner der Stur nur einen Plan verfolgt, ich schau auch immer gleich links und rechts nach Varianten und Möglichkeiten.



Pitten - Niederösterreich
 
So kann es auch leicht sein, das während der Detailplanung plötzlich Varianten sogar verlockender erscheinen wie der Originalplan ;)

Unterinntal - Tirol


Ich kann mich aber auch fallen lassen d.h. ich bin jetzt kein Perfektionist. War ich zum Glück auch nie - wenn Menschen nicht perfekt sind, warum sollten sie dann Anspruch darauf haben, dass es ihre Tätigkeiten sind? Ich halte es mit der 80:20 Regel - für 20% Aufwand 80% erreichen, das reicht auch meist völlig aus. Nicht immer, manches mal muss man beißen und mit 80% Aufwand die letzten 20% erreichen.


Kötschachtal - Salzburg


20% Aufwand beläuft sich bei mir auf

a) zurückgreifen auf adaptierte Mehrtageswanderungen die am Weg liegen und wo es genug Information in Buch oder digitaler Form gibt

b) Bei  outdooractive/alpenvereinaktiv gustieren, da doch dort schon sehr viele Touren eingespeichert sind. Zwar bei weitem nicht alle - auch zum Glück, sonst bleibt ja nichts mehr zum entdecken übrig - aber es reicht um eine Idee vom Weg oder der näheren Umgebung zu haben.

c) lesen, lesen, lesen was das Internet an Blogs hergibt wo Leute schon die eine oder andere Tour in dieser Gegend gemacht haben, wie Smeki wandert und Monsieur Peter oder ganze Weitwanderwege die auf meinem Weg liegen.  Auch YouTube ist da ein sehr guter Fundus um ein Gefühl für eine Gegend zu bekommen.

Blick von Mölltaler Gletscher Richtung Großglockner und Hoher Sonnblick im Vordergrund

Wie sieht das jetzt exakt aus? Eine Beispieletappe gibt es dann im nächsten Blogpost.

Alles Liebe,
Anna

Dienstag, 6. März 2018

Warum blogge ich überhaupt darüber?

Spannende Frage.

Weil das vllt "alle" machen?

vom Wiedersberger Horn, Alpbachtal (August 2014)

Vielleicht auch deswegen weil ich "Mitteilungsbedürftig" bin und sich für meine Recherchen in meiner unmittelbaren Umgebung sich niemand zum zuhören erwärmen kann?

Aber setze ich mir da nicht zusätzlich Stress aus?

Ok, ich weiß nicht mal in welcher Frequenz ich dann darüber berichten will. Jeden Tag sehe ich als unrealistisch an - Empfang, Akku,...

Man findet ja eigentlich schon zu Hauf (glücklicherweise) sehr viele Berichte von Menschen die sich allein aufgemacht haben und insbesondere freut es mich auch immer mehr Blogs von Frauen zu finden die alleine über alle Berge sind.

Braucht es noch einen Mutmacher?

Südsteiermark (April 2015)


Es gibt auch so viele Wanderer die großartiges machen und nicht im Rahmen eines Blogs darüber berichten, von manchen hört man nie etwas, andere geben Einblicke via Multimediabeträge.

Es macht Spass darüber zu berichten wie ich mich auf das Ganze vorbereite, wie ich recherchiere, plane und alles wieder umwerfe. Wie ich akribisch an den Stellschrauben meiner Packliste arbeite und jeden Ausrüstungsgegenstand mit der Küchenwaage abwiege. Es gibt noch so viele Dinge zum ausprobieren im Vorhinein z.B. mit meinem Esbit Kocher essen kochen oder mit meinem neuen Schlafsystem (Cumulus Comforter M350 + Thermarest NeoAir Women's XLite) draußen probeschlafen.

Erster Versuch, Wasser kochen (August 2017)

Ich freue mich auch immer wenn ich einen Blog "in die Finger bekomme" um nachzulesen oder mitzufiebern wie sich jmd auf eine große (oder auch kleine) Reise macht und ich denke ich mache anderen auch eine Freude damit.


Langsam ging die Sonne auf am Weg auf die Westliche Zinne (August 2017)
Man wächst selbst durch das aufschreiben. Durch das Veröffentlichen wird man auch gleich gezwungen das Geschriebene etwas zu reflektieren. Man zeichnet seine eigene Entwicklung auf wie Cla so schön in ihrem Blogartikel das beschreibt.

Ein Zitat zum Schluss:

"Der höchste Lohn für unsere Bemühungen
ist nicht das, was wir dafür bekommen,
sondern das, was wir dadurch werden."
(John Ruskin)

Und euch nehme ich auf diese Entwicklung mit,
lieben Gruß,
Anna

Dienstag, 20. Februar 2018

Anas Way West - Vortrag

Am Samtag 17.02.2018 war ich am Nachmittag beim Alpenverein in der Rotenturmstraße 14 in Wien um mir einen Vortrag von Ana Zirner anzuschauen. Ana war letztes Jahr 60 Tage von Ljubljana nach Grenoble unterwegs und schrieb in ihrem Blog darüber: https://anasways.com/


Sie hat die Tour in Abschnitte unterteilt, welche sie unter bestimmte Themen gestellt, die rückblickend sehr gut gepasst hatten. Die Abschnitte waren aber nicht direkt angrenzend, diese Teile (und auch wetterabhängig Abschnitte dazwischen) hat sie mittels Autostopp zurückgelegt.

Ich hatte sie gar nicht in meinem Blogpost für Inspirationsquellen angeführt, obwohl sie wesentlich dazu beigetragen hat mir sicher zu sein dieses Sommerprojekt durchzuführen.

Der Vortrag war sehr gut und routiniert vorgetragen. Sie hatte nie gedacht das ihre Tour so ein großes Ausmaß nimmt aber durch Sponsoring und zusammenarbeit mit Bergwelten wurde plötzlich die Dimension wesentlich größer.  Mittlerweile arbeitet sie an einem Buch (Piper Verlag), macht Vorträge über ihren Weg und nimmt Kurs auf weitere Abenteuer. Sie engagiert sich im Projekt Shades of Love und wird in dessen Rahmen heuer im Sommer eine Zeitlang im Himalaya verbringen.


Sie nahm nicht immer den leichtesten Weg und war ebenfalls auch auf höheren Bergen und Passübergängen in den Alpen unterwegs. Ana schlief (fast) immer im Biwak draußen und nur wenn nötig in einer Hütte.

Am Ende des Vortrages fühlte ich mich in meinem Sommerprojekt bestätigt aber auch angehalten noch ein paar Justierungen vorzunehmen. So fehlt mir z.B. noch komplett der Aspekt der Ersten Hilfe allein am Berg. Ich hatte es zwar schon mal im Fokus, es aber gedanklich wieder weiter weg geschoben. Viel kann man eh nicht machen, dennoch wäre ein paar Kniffe zur Selbsthilfe sehr sinnvoll.



Ich möchte auch draußen schlafen oder zumindest in Notunterkünften (Biwaks) die am Weg liegen - ich glaube Probenächte mit dem Tarp und der Ausrüstung sind bitter nötig. Im Ernstfall ist es zu spät die Ausrüstung auszuprobieren. An große Brocken fehlen nur noch der Rucksack und die Schuhe. Rucksack weiß ich schon welchen ich nehme - aber bei den Schuhen bin ich noch etwas unschlüssig.

Das draußen übernachten hilft natürlich auch ganz entschieden bei den Kosten, 33 Tage unterwegs zu sein kostet natürlich, mit Halbpension in der Hütte kann man mit 50€ am Tag rechnen. Wenn ich natürlich einige Nächte "auslagere" und Eigenverpflegung mache, dann wird das Ganze etwas günstiger. Wie viel drin ist müsste man sich ausrechnen.

Ich wurde darin bestätigt so leicht als möglich unterwegs zu sein, Anas Rucksack wog immer 10+ kg (max 15), meiner wiegt nach aktuellem Stand 5,5kg (ohne Essen, Trinken und ein paar kleineren Gegenständen - aber Kleinvieh macht auch Mist).

Drei Punkte fand ich auch noch interessant. Sie hatte kleine Visitenkärtchen fertigen lassen - siehe Foto eins weiter oben - und hat die in den Hütten etc. an interessierte Personen verteilt damit ihr Blog verfolgt werden kann im weiteren Verlauf der Reise.

Der zweite Punkt ist, dass sie Olivenöl dabeihatte und das pur getrunken hat um an die nötigen Kalorien zu kommen. 100ml Olivenöl enthalten ca. 810kcal das ist natürlich eine ganze Menge.

Quelle (20.02.2018)

Es heißt ja das man beim Weitwandern sehr viele Kalorien verbrennt und es gar nicht so leicht ist den Speicher wieder aufzufüllen - wobei ich nun mir nicht sicher bin ob 1x10Tage und 1x23Tage dafür ausreichen um den "Hikerhunger" zu bekommen. Der Körper braucht Zeit, 2-3 Wochen um sich umzustellen, da wird meine Tour nicht "ausreichend" lang sein.

Drittens, bei ihr kam in ihrem Freundes/Bekanntenkreis und auch bei Leuten die sie unterwegs traf immer wieder der Punkt wo die Leute sie fragten ob sie nicht Angst allein hätte als Frau. Ein Thema das immer wieder hoch gekommen sein muss denn sie kam während des Vortrages immer wieder auf dieses Thema. Sie selbst hatte weder Bedenken noch sonst ein Unbehagen. Sie ist auch der Meinung das man als Frau allein es sogar einfacher hat, da man weniger "Gipfelgeil" ist und eher umdreht wenn es brenzlig wird oder auch einem leichter Türen offen stehen. Auf mich bezogen, bei mir hat weder meine Familie, mein Freund oder Freunde/Bekannte (auch keine Arbeitskollegen) irgendwelche Bedenken in diese Richtung geäußert. Ich selbst habe auch weder Bedenken noch sonst irgendwelche Sorgen in diese Richtung.

Abschließend: Mir hat der Vortrag sehr gut gefallen. Ich bekam viel Input und ich bin gespannt was Ana noch so anreißen wird.

Dienstag, 6. Februar 2018

Apps auf Wanderschaft

Ich muss zugeben bis Dato war ich nur mit Karte unterwegs, weder eine Wetter noch eine Karten App war in Gebrauch. Ich kann daher nicht auf erprobte Systeme zurückgreifen sondern muss diese mir erst schaffen.

Die Auswahl die ich hier vorstelle ist noch nicht erprobt von mir - was ich aber bis zum Tag X noch machen werde.

Vielleicht hat auch jmd von euch ein paar Tipps oder weiß eine bessere App und kann mir etwas empfehlen :)

Jetzt bin ich eben auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau ;)

Wetter

 Ich habe mal auf Facebook nachgefragt was andere so nützen - aber da schwört natürlich jeder auf eine andere App. Ich habe mal alle free Versionen wahllos heruntergeladen und checkte mal in erster Linie den Umgang mit der App, wie sie sich "anfühlt" und wie ich damit zurecht komme. Das zweite (fast wichtigere) ist die Erhebung der Daten - von wo werden diese bezogen? Was sind die Quellen. Und so habe ich alles weiter eingegrenzt.

Am Schluss blieb ich auf der Bergfex Wetterapp hängen.

Vier Argumente:
  • Wurde mir von einem Bergführer empfohlen.
  • Angenehmes Handling.
  • Pro App ist preislich im Rahmen (2,99 €/Jahr), wobei auf Jene zurückgegriffen werden muss damit sie für mich brauchbar ist.
  • Daten von ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik)
Gerade wurde ich etwas verunsichert, da Alex von Bergreif einen Artikel hochgeladen hat wo er die App Weather Pro bevorzugt. Ich werde mir diese App auch genauer ansehen - habe mir mal die free Version heruntergeladen zur genaueren Begutachtung.


Navigation

Auch bei Navigation gibt es Apps wie Sand am Meer, in dem Dschungel muss sich mal jmd auskennen. Für die online Planung habe ich viel Alpenvereinaktiv.com verwendet, aber mit der App bin ich noch nicht so richtig warm geworden. Zufällig bin ich über die ape@map gestoßen, nach Recherche hat sich ergeben das Martin von gehlebt diese App gerne verwendet und auch einige Bergretter hier im Alpenvorland.






Gut gefällt mir das man verschiedene Karten wie Kompass oder BEV hineinspielen kann. Karten können auch offline gespeichert und abgerufen werden. Was natürlich sehr in meinem Interesse ist.

Das Handy möchte ich auf Sparflamme halten, schließlich übernachte ich nicht jeden Abend in einer Hütte. Intuitiv ist diese App nicht wirklich finde ich, aber es gibt gute Videos im Internet um sich damit auseinanderzusetzen.

Wie Alex schon in seinem Beitrag erwähnt, besonders angenehm ist eine App wenn man an uneindeutigen Wegkreuzungen steht, da man die Standort Funktion nutzen kann. Das ist auf einer Karte nicht so leicht möglich.

Was ich noch nicht so ganz herausgefunden habe ist ob ich gpx tracks auf ape@map laden kann, falls nicht, kann ich auf die alpenvereinaktiv App zurückgreifen.

Alles Liebe,
Anna



Mittwoch, 31. Januar 2018

Schlechtwetter Ausweichrouten

Hallo ihr Lieben,

heute erzähle ich mal über meine überlegten Ausweichrouten unterwegs. Zumindest auf jene wo ich etwas darauf vorbereitet bin.

Ich kann natürlich nicht für ALLES Vorsorge treffen und JEDE Variante mir überlegen, aber ich kann zumindest mir ein paar Möglichkeiten überlegen wo es Ausweichrouten gibt auf die ich zurückgreifen kann wenn es mit dem Wetter doch nicht so passt. Idealerweise Routen wo ich auch wieder einsteigen kann wenn es zulässig ist.

Ziel ist es so oder so den (fast) ganzen Weg zu gehen - man muss nicht päpstlicher sein als der Papst, aber Aufstiege und Abstiege will ich sehr wohl selbst bewältigen aber nach Plan gibt es zwei Täler die ich hinein/hinaus gehe und das ist bekanntlich nicht sonderlich spannend. Da spiele ich schon mit dem Gedanken auf die Tälerbusse zurückzugreifen. Das möchte ich von verschiedenen Gesichtspunkten abhängig machen: Wetter, Motivation, Zeitfaktor,...

Wenn ich aber aufgrund von Gewitter/Schlechtwetterfront wirklich mal aus den Bergen raus ins Tal muss - also mein Weg zwangsverlegt wird - dann möchte ich zumindest gerne Almenwege entlang gehen o.ä. und nicht unmittelbar im Tal und wirklich GEHEN und nicht auf (öffentliche) Verkehrsmittel zurückgreifen.

Die erste Etappe von WN nach Trieben sollte auch bei Schlechtwetter kein Problem sein. Ausgenommen breite Gewitter/Nebelfronten auf den Plateaubergen die mich auf diesen Abschnitt begleiten. Die Gefahr auf den Plateaubergen besteht nämlich nicht nur daraus, das "plötzlich" ein tiefer Abgrund auftaucht und einen verschluckt sondern auch am Plateau sogenannte Dolinen. Die einem zum Verhängnis werden können wie man 2017 wieder eindrucksvoll erlebte - zum Glück mit positiven Ausgang.

Falls das Wetter es ab Bad Gastein nicht zulässt die Route über die Goldberggruppe zu nehmen dann möchte ich den Zentralalpenweg Variante A weitergehen welcher via Zell am See und Gerlosspass ins Zillertal.

Falls ich es zwar über die Goldberggruppe schaffe aber nicht mehr über die Schobergruppe, aber dann das Wetter umschlägt möchte ich auf den Tal nahen Jakobsweg umsattlen. Der ist ebenfalls durchwegs beschildert von Lienz bis nach Innsbruck. Ich würde mir die GPX Tracks einfach zur Sicherheit auf meine Suunto Uhr speichern und grad ein paar Notizen machen damit ich ein paar Anhaltspunkte habe falls ich darauf zurückgreifen muss. Falls es anhaltend schlecht ist und nicht mehr in meine "Originalroute" einsteigen kann, kann ich den Jakobsweg bis nach Innsbruck weiterverfolgen. Hier ist Teil 1 Lienz - Innichen und Teil 2 Innichen - Innsbruck.

Eine Variante wäre auch - falls das Wetter nur nach Wettervorhersage kurzzeitig zu schlecht ist für hohe Passübergänge ist könnte ich nach der Schobergruppe durch das Defereggental durchmarschieren und via Staller Sattel ins schöne Südtirol wechseln und vom Antholzer Tal ins Pustertal und via Bruneck zurück ins Ahrntal.

Wie man also sieht,
es gibt sehr viele Möglichkeiten an Ausweichrouten falls das Wetter überhaupt nicht mitspielt. Abhängig davon wo ich mich gerade befinde - und wer weiß, am Schluss sieht es dann überhaupt ganz anders aus ;)

Alles Liebe
Anna